Initiative Ganzheitliche Krebstherapie Bonn-Köln

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An dieser Stelle wollen wir Bücher und Artikel vorstellen von Autoren, die Krankheit allgemein und Krebs im besonderen auch unter dem Aspekt der gesellschaftlichen Realität und des daraus resultierenden Lebensstils reflektieren. Die Begriffe Krankheit und Gesundheit sind keine absoluten Größen, sondern abhängig von Kultur, Weltbild und Machtverhältnissen einer Gesellschaft. Wir meinen, dass der heutige gängige Begriff von Krankheit in der öffentlichen Diskussion zu wenig hinterfragt wird mit der fatalen Folge, dass dem Kranken, insbesondere dem an Krebs erkrankten einzelnen Menschen, seine Erkrankung als ausschließlich persönliches Schicksal zugewiesen wird.

Eugen Drewermann: An den Grenzen der Medizin - Märchen von Heilung und Hoffnung

Eugen Drewermann: An den Grenzen der Medizin

Patmos,
ISBN 978-3-491-21005-9

Wie hält man es aus, angesichts des Todes der eigenen Ohnmacht ins Auge zu schauen? Wie wird einem das Leben erscheinen, wenn es sich Stufe um Stufe auf den Tod hinbewegt? Um sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, bedürfen wir einer Sicht auf das Leben, die den Tod nicht leugnet. Drewermann interpretiert die drei Märchen „Der Herr Gevatter”, „Der Gevatter Tod” und „Fundevogel” und zeigt auf einfühlsame Weise, wie der Tod Arzt und Patient zu Schicksalsgefährten macht und die Einsicht ermöglicht, dass nach dem Tod ein neues Leben beginnt.

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Georgos Vithoulkas: Medizin der Zukunft - Homöopathie

Georgos Vithoulkas: Medizin der Zukunft - Homöopathie

Georg Wenderoth Verlag GmbH, Kassel,
ISBN 3 87013 009 1

Dieses Buch über die klassische Homöopathie erschien erstmalig 1979 und hat im Jahr 2006 die 22. Auflage erreicht. Es ist aktuell wie nie angesichts der zunehmenden Misere, in der sich unser aller Gesundheitszustand einschließlich dem unserer Gesellschaft insgesamt befindet.

Der griechische, weltweit bekannte Homöopath Georgos Vithoulkas wagt die kühne Behauptung: Die klassische Homöopathie ist die Medizin der Zukunft. Kritiker der biochemisch-mechanistisch ausgerichteten Universitätsmedizin legen fast täglich neue Schwächen und Fehlentwicklungen bloß, warnen vor Arzneimittel-Nebenwirkungen und –schäden, empfehlen aber keinen rettenden Ausweg aus dem Dilemma.

Deshalb müssen Patienten sich selber helfen, in dem sie sich informieren über Heilmethoden und Therapieformen, von denen in den Arztpraxen i.d.R. nichts zu erfahren ist. Die klassische Homöopathie gehört dazu. Sie hat sich seit über 200 Jahren nicht nur während verheerender Epidemien bewährt, sondern auch und vor allem bei chronischen Leiden wie Diabetes oder Krebs, denen die Schulmedizin bis heute hilflos gegenübersteht, wirkliche Heilerfolge erzielt.

Fesselnd und allgemeinverständlich skizziert der Autor die Entstehungsgeschichte und Wirkungsweise der klassischen Homöopathie. In sachlicher Form weist er nach, dass Kranke ihre Gesundheit und Vitalität nur mit der Heilung nach Naturgesetzen wiedergewinnen können.

Georgos Vithoulkas (geb.1932), ursprünglich als Ingenieur tätig, entschloss sich nach schwerer Erkrankung, Mediziner zu werden. Klassische Homöopathie studierte er u.a. in Südafrika und Indien. Seine zielstrebigen Forschungen und große Erfolge trugen ihm weltweit Ansehen und die Berufung in verschiedene Gremien der WHO ein. 1996 wurde ihm der Right Livelyhood Award, der sog. alternative Nobelpreis, verliehen.

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Ivan Illich: Die Nemesis der Medizin

Ivan Illich: Die Nemesis der Medizin

Die Kritik der Medikalisierung des Lebens
Verlag C.H.Beck, 5. Auflage 2007,
ISBN 978 3 406 560729

Die „Nemesis der Medizin“ war bei ihrem ersten Erscheinen im Jahr 1975, damals unter dem Titel „Die Enteignung der Gesundheit“, Schock und Provokation zugleich. Dabei hatte Illich nichts anderes getan, als einer ausufernden und krebsartig(!) wuchernden Gesundheits- und Medizintechnokratie den Spiegel vorzuhalten.

Detailreich und mit kritischer Brillanz wird gerade auch dem medizinischen Laien gezeigt, wie die verschiedenen Interessengruppen, wie Ärzteschaft, Pharmaindustrie und die sie begleitende Ideologie den Patienten zum süchtigen Verbraucher und die Medizin zum Verbrauchsgut werden lassen.

Entfremdet von der natürlichen Erfahrung von Gesundheit, Krankheit und Tod, deren Definitionen wir lieber den Ritualen der Ärzteschaft vorbehalten, sind wir so dem Irrglauben verfallen, der Mensch sei vollständig reparabel. Ein Buch, das gerade auch angesichts der gegenwärtigen Diskussion um Organtransplantation, künstliche Befruchtung, gentechnische Eingriffe usw. von beklemmender Aktualität ist.

Hier ein Zitat (S.15): „Die heutigen Medizinsysteme haben die Grenzen dessen, was erträglich ist, bereits überschritten. Das medizinische und paramedizinische Monopol über die hygienische Methodologie und Technologie ist ein krasses Beispiel für den politischen Missbrauch wissenschaftlicher Errungenschaften, wobei nicht die persönliche Entfaltung, sondern das industrielle Wachstum unterstützt wird. Solche Medizin ist lediglich ein Mittel, um diejenigen, die an der Gesellschaft krank und ihrer überdrüssig sind, zu überzeugen, dass sie selbst die Kranken, Ohnmächtigen und technischer Reparatur Bedürftigen sind.

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Fritz Zorn: Mars

Fritz Zorn: Mars

Fischer Taschenbuch Verlag,
24.Auflage: Juni 2006, TB Nr. 2202,
ISBN-13: 978-3596222025

„Ich bin jung und reich und gebildet; und ich bin unglücklich, neurotisch und allein. Ich stamme aus einer der allerbesten Familien des rechten Zürichseeufers, das man auch die Goldküste nennt. Ich bin bürgerlich erzogen worden und mein ganzes Leben lang brav gewesen. Meine Familie ist ziemlich degeneriert, und ich bin vermutlich auch ziemlich erblich belastet und milieugeschädigt. Natürlich habe ich auch Krebs, was aus dem vorher Gesagten eigentlich selbstverständlich hervorgeht.“

Mit diesen Sätzen beginnt der junge Schweizer Autor, der sich selbst den Namen Fritz Zorn gibt, seine Aufzeichnungen, in denen er über sich, seine Herkunft und seine Krebserkrankung berichtet.

Schwere Depressionen und tiefe Traurigkeit hatten den dreißigjährigen Millionärssohn und Gymnasiallehrer veranlasst, psychotherapeutische Hilfe zu suchen. Während seiner Behandlung erfuhr er, dass er an Krebs litt. Die Krankheit wird zum auslösenden Moment der Selbsterfahrung, einer rücksichtslosen Betrachtung des eigenen ungelebten Lebens. In seinem Krebs sieht Zorn nur die somatische Form seiner Neurose, die ihren Ursprung im Elternhaus am Zürichsee hat.
Mars - das Zeugnis eines Todkranken – übt erbitterte Kritik am falschen Ideal und Lebensstil einer Klasse und erregte weltweites Aufsehen.

Bemerkenswert auch das Vorwort von Adolf Muschg, das mit den folgenden Sätzen endet: „Der hier sterben musste, ist nicht das Opfer eines Schicksals, er ist an uns gestorben; an dem, was uns, von einer Gelegenheit zur andern, zum ganzen Menschen fehlte....In einer unheilbaren Gesellschaft ist sein Tod keine Ausnahme, sondern Normalfall. Wir werden weiter so sterben, solange wir weiter so leben. Das ist das wirklich Erschütternde an diesem Buch.“

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